Das Bildungs- und Erziehungsbüro der Nationalen Syrischen Gesellschaft in Österreich

Das Bildungs- und Erziehungsbüro der Nationalen Syrischen Gesellschaft in Österreich

Ein Schuljahr voller ehrenamtlichen Engagements, Bildung und schulischer Unterstützung

Bildung und Erziehung waren für die Nationale Syrische Gesellschaft in Österreich von Beginn an weit mehr als eine vorübergehende oder saisonale Initiative. Das Bildungs- und Erziehungsbüro entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil der Arbeit der Gesellschaft, um syrische Familien zu unterstützen, Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und ihnen zusätzliche Möglichkeiten zur persönlichen und schulischen Entwicklung zu bieten.

Ausgehend von der Überzeugung, dass Bildung und Erziehung zu den wichtigsten Grundlagen für die Entwicklung des Menschen sowie für seine aktive und positive Teilhabe an der Gesellschaft gehören, setzte das Bildungs- und Erziehungsbüro diese Ziele in konkrete Programme um.

Der Weg begann mit der Gewinnung ehrenamtlicher Lehrerinnen und Lehrer, setzte sich mit der Aufnahme und Einstufung der Schülerinnen und Schüler fort und führte über regulären Unterricht bis hin zu zusätzlicher schulischer Unterstützung und Prüfungsvorbereitung.

Diese Arbeit erstreckte sich über das Schuljahr 2025/2026 und wurde am 30. Juli 2026 zum Ende des Schuljahres abgeschlossen.

Der Anfang – aus ehrenamtlichem Engagement wird ein Bildungsprojekt

Der erste Schritt auf diesem Weg war die Ausschreibung einer ehrenamtlichen Kampagne zur Gewinnung von Lehrerinnen und Lehrern, die bereit waren, ihre Zeit und fachliche Erfahrung in den Dienst der Kinder und Jugendlichen zu stellen.

Am 27. November 2025 startete das Bildungs- und Erziehungsbüro eine entsprechende Kampagne zur Gewinnung pädagogischer Kräfte. Ziel war es, ein ehrenamtliches Team aufzubauen, das Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Fächern unterstützt und ihnen hilft, schulische Herausforderungen besser zu bewältigen.

Die Resonanz war positiv. Mehrere Lehrerinnen und Lehrer erklärten sich bereit, sich einzubringen und ihre Kenntnisse und Erfahrungen für die Kinder und Jugendlichen einzusetzen.

Dabei ging es nicht allein darum, Lehrkräfte zu gewinnen. Vielmehr sollte ein pädagogisches Team entstehen, das die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, ihre Fähigkeiten stärkt und sie auf ihrem Bildungsweg begleitet.

So entwickelte sich die ursprüngliche ehrenamtliche Initiative Schritt für Schritt zu einem strukturierten Bildungs- und Erziehungsprogramm.

Beginn des Unterrichts in Wien

Nach der Phase der Gewinnung der Lehrkräfte und der organisatorischen Vorbereitung begann das Bildungs- und Erziehungsbüro mit der Aufnahme und Einteilung der Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrem Alter und ihrem Bildungsstand.

Der Unterricht begann am 29. und 30. November 2025 im Schulungszentrum in:

Buchengasse 77, 1100 Wien

Von Beginn an umfasste das Programm mehrere zentrale Fächer:

  • Arabisch
  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik

Die Auswahl der Fächer orientierte sich an den schulischen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und sollte sie in ihrer schulischen Entwicklung gezielt unterstützen.

Besondere Aufmerksamkeit galt dabei auch der arabischen Sprache als Muttersprache und als wichtigem Bestandteil der kulturellen Identität der syrischen Kinder und Jugendlichen.

Einstufung und Organisation – der richtige Ausgangspunkt für erfolgreichen Unterricht

Der Unterricht begann nicht mit einem einheitlichen Programm für alle Schülerinnen und Schüler. Vielmehr wurde zunächst versucht, ihre unterschiedlichen Lernstände und individuellen Bedürfnisse zu erfassen.

Im Fach Arabisch wurden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Kenntnissen und Fähigkeiten eingestuft.

Auch im Bereich Mathematik wurde der Lernstand der Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter überprüft, um jene Bereiche zu erkennen, in denen zusätzliche Erklärungen und Wiederholungen notwendig waren.

Für die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe begann der Unterricht zunächst mit einer Wiederholung grundlegender Inhalte, um vorhandene Kenntnisse zu festigen und den weiteren Lernbedarf besser einschätzen zu können.

Dieser Ansatz half dabei, den Unterricht stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der einzelnen Gruppen auszurichten und die vorhandenen Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern zu berücksichtigen.

Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die von den Programmen profitierten

Während der Laufzeit des Bildungs- und Erziehungsbüros nahmen Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Schulstufen an den angebotenen Bildungs- und Unterstützungsprogrammen teil.

Die Gesamtzahl der in den verschiedenen Programmen registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer betrug 72 Schülerinnen und Schüler.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Zahl die Teilnehmerzahlen der unterschiedlichen Programme zusammenfasst und einzelne Schülerinnen und Schüler möglicherweise an mehr als einem Programm teilgenommen haben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilten sich wie folgt:

20 Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren

Sie nahmen am Arabischunterricht teil. Der Schwerpunkt lag auf grundlegenden Fähigkeiten, die dieser Altersgruppe entsprechen, insbesondere auf ersten Schritten im Lesen, Schreiben und sprachlichen Ausdruck.

20 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 9 Jahren

Sie nahmen an einem vielfältigen Bildungsprogramm teil, das folgende Fächer umfasste:

  • Arabisch
  • Mathematik
  • Englisch
  • Deutsch

Die Inhalte wurden entsprechend dem Alter und dem jeweiligen Lernstand der Kinder gestaltet.

20 Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe

Sie erhielten Unterstützung in:

  • Arabisch
  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik

Der Schwerpunkt lag auf der Festigung des Verständnisses der Unterrichtsinhalte und auf der Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei den Anforderungen ihrer jeweiligen Schulstufe.

12 Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Prüfungsvorbereitung

Diese Schülerinnen und Schüler nahmen an einem zusätzlichen Unterstützungsprogramm zur schulischen Vorbereitung auf Prüfungen teil.

Ziel war es, die Lerninhalte zu wiederholen, offene Fragen zu klären und die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Prüfungen vorzubereiten.

Damit richtete sich die Arbeit des Bildungs- und Erziehungsbüros nicht nur an eine bestimmte Altersgruppe, sondern umfasste frühe Kindheit, Volksschulalter, Mittelstufe sowie Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf vor Prüfungen.

Arabisch – Sprachförderung und Stärkung der kulturellen Identität

Die arabische Sprache nahm innerhalb der Programme des Bildungs- und Erziehungsbüros einen wichtigen Platz ein.

Für die Kinder der syrischen Gemeinschaft ist Arabisch nicht nur ein Schulfach. Die Sprache ist auch ein wesentlicher Bestandteil ihrer kulturellen Identität, ihrer familiären Verbindung und ihrer Beziehung zu ihrer Herkunft.

Der Arabischunterricht sollte die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten im Lesen, Schreiben, Verstehen und sprachlichen Ausdruck weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig verfolgt die Förderung der arabischen Sprache einen ausgewogenen Ansatz: Die Pflege der Muttersprache und der kulturellen Identität soll Hand in Hand mit dem Erlernen der deutschen Sprache und einer positiven Teilhabe an der österreichischen Gesellschaft gehen.

Deutsch – Unterstützung für Integration und gesellschaftliche Teilhabe

Die deutsche Sprache hatte innerhalb der Programme ebenfalls einen wichtigen Stellenwert, da sie für Bildung, Alltag und gesellschaftliche Teilhabe in Österreich von zentraler Bedeutung ist.

Der Unterricht sollte den Schülerinnen und Schülern helfen, ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sicherer im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld zu werden.

Das Bildungs- und Erziehungsbüro erweiterte im Laufe des Jahres sein Interesse an der deutschen Sprache auch auf zusätzliche Sprachprogramme, die den Bildungs- und Integrationsweg der Mitglieder der Gemeinschaft unterstützen.

Aus dieser Perspektive betrachtet das Bildungs- und Erziehungsbüro das Erlernen der deutschen Sprache als einen wesentlichen Bestandteil der Förderung von Kindern und Jugendlichen und ihrer aktiven Teilhabe an der Gesellschaft.

Mathematik und Englisch

Neben den Sprachen gehörten auch Mathematik und Englisch zu den angebotenen Fächern.

Im Mathematikunterricht lag der Schwerpunkt auf der Wiederholung grundlegender Inhalte und der Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Verständnis von Aufgaben und Lerninhalten, wobei die unterschiedlichen Schulstufen und Lernniveaus berücksichtigt wurden.

Der Englischunterricht ergänzte das Angebot um ein weiteres wichtiges Fach des schulischen Bildungswegs und unterstützte die Schülerinnen und Schüler dabei, ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und schulische Anforderungen besser zu bewältigen.

Damit bot das Bildungs- und Erziehungsbüro eine Kombination aus sprachlicher Förderung und fachlicher Unterstützung in zentralen Schulfächern.

Ehrenamtliche Lehrerinnen und Lehrer – eine zentrale Säule des Projekts

Das ehrenamtliche Engagement war eine der wichtigsten Säulen dieser Erfahrung.

Die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer stellten nicht nur ihre Zeit zur Verfügung, sondern brachten auch ihre fachlichen Kenntnisse und pädagogischen Erfahrungen ein.

Durch ihren Einsatz konnte das Bildungs- und Erziehungsbüro regelmäßigen Unterricht anbieten, Schülerinnen und Schüler begleiten, Inhalte wiederholen, Fragen beantworten und zusätzliche Unterstützung leisten.

Die Nationale Syrische Gesellschaft in Österreich bedankt sich herzlich bei allen Lehrerinnen und Lehrern, die sich an dieser Initiative beteiligt und ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung in den Dienst der Kinder und Jugendlichen gestellt haben.

Die Familien als wichtige Partner im Bildungsprozess

Die Arbeit des Bildungs- und Erziehungsbüros fand nicht unabhängig von den Familien statt. Die Eltern waren wichtige Partner bei der Begleitung der Schülerinnen und Schüler und bei der Unterstützung ihrer regelmäßigen Teilnahme.

Die Zusammenarbeit zwischen Familien, Lehrkräften und dem Bildungs- und Erziehungsbüro spielte eine wichtige Rolle dabei, die Bedürfnisse der Kinder besser zu verstehen und sie auf ihrem Bildungsweg zu begleiten.

Das Interesse der Familien daran, ihren Kindern sowohl die arabische Sprache und kulturelle Identität als auch gute Voraussetzungen für die Bildung in deutscher Sprache zu vermitteln, zeigt den Wunsch nach einer ausgewogenen Entwicklung der nächsten Generation.

So wurde die Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und Schülern, Familien, Lehrkräften und dem Bildungs- und Erziehungsbüro zu einem wichtigen Bestandteil des Projekts.

Zusammenarbeit und Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten

Am 30. Januar 2026 wurde eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ausbildungsinstitut in Österreich (Ausbildungsinstitut) geschlossen, um Räumlichkeiten und Unterrichtsräume für die Bildungs- und Schulungsangebote nutzen zu können.

Diese Zusammenarbeit stellte einen wichtigen Schritt bei der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Bildungsarbeit dar.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde außerdem die Anerkennung ehrenamtlich geleisteter Stunden in Österreich thematisiert, wodurch der Wert des ehrenamtlichen Engagements zusätzlich unterstützt und gewürdigt wird.

Schulische Unterstützung und Prüfungsvorbereitung

Mit dem näher rückenden Prüfungszeitraum entstand ein zusätzlicher Bedarf an Wiederholung und gezielter Vorbereitung.

Am 1. April 2026 startete das Bildungs- und Erziehungsbüro deshalb ein Programm zur schulischen Unterstützung und Prüfungsvorbereitung, das bis zum Ende des Schuljahres fortgeführt wurde.

Das Programm konzentrierte sich auf die Wiederholung von Unterrichtsinhalten, die Klärung von Fragen und die gezielte Vorbereitung auf die bevorstehenden Prüfungen.

12 Schülerinnen und Schüler nahmen an diesem zusätzlichen Unterstützungsprogramm teil.

Im weiteren Verlauf der Betreuung konnten positive Entwicklungen bei der schulischen Leistung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler beobachtet werden. Dies bestärkte das Bildungs- und Erziehungsbüro darin, diese Form der Unterstützung weiterzuführen.

Sieben Monate Bildungsarbeit und Begleitung

Vom Beginn des Unterrichts Ende November 2025 bis zum Ende des Schuljahres am 30. Juli 2026 durchlief die Arbeit des Bildungs- und Erziehungsbüros mehrere miteinander verbundene Phasen:

Erstens: Gewinnung ehrenamtlicher Lehrerinnen und Lehrer.

Zweitens: Aufnahme und Registrierung der Schülerinnen und Schüler.

Drittens: Einstufung und Ermittlung des individuellen Unterstützungsbedarfs.

Viertens: Einteilung der Schülerinnen und Schüler nach Alter, Schulstufe und Lernstand.

Fünftens: Durchführung des Unterrichts in Arabisch, Deutsch, Englisch und Mathematik.

Sechstens: Begleitung der Schülerinnen und Schüler und Anpassung der Unterstützung an ihre jeweiligen Bedürfnisse.

Siebtens: Einführung eines zusätzlichen Programms zur schulischen Unterstützung und Prüfungsvorbereitung.

Achtens: Begleitung der Schülerinnen und Schüler bis zum Ende des Schuljahres und Auswertung der Erfahrungen.

Diese Phasen bildeten gemeinsam eine umfassende Bildungs- und Betreuungserfahrung, an der ehrenamtliche Lehrkräfte, Familien und Schülerinnen und Schüler beteiligt waren.

Mehr als nur Unterricht

Obwohl die Tätigkeit einen klaren Bildungscharakter hatte, ging ihre Wirkung über Unterricht und Lernmaterialien hinaus.

Ein Schüler, der bei einem schwierigen Thema Unterstützung erhält, bekommt neben Wissen auch Ermutigung und das Gefühl, dass sich jemand für seinen Fortschritt interessiert.

Auch ein gemeinsamer Lernraum bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, andere Schülerinnen und Schüler kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und soziale Kontakte aufzubauen.

So wurde das Bildungs- und Erziehungsbüro zu einem Raum für:

Lernen, Begleitung, Ermutigung, Austausch und Stärkung des Selbstvertrauens.

Ehrenamtliches Engagement – aus individueller Zeit entsteht gemeinsamer Nutzen

Diese Erfahrung hat den hohen Wert des ehrenamtlichen Engagements für die Gemeinschaft deutlich gemacht.

Jede Stunde, die eine Lehrerin oder ein Lehrer zur Verfügung stellte, bedeutete eine zusätzliche Stunde Unterstützung für ein Kind oder einen Jugendlichen.

Jede wiederholte Unterrichtseinheit, jede beantwortete Frage und jede Ermutigung waren Teil der Wirkung dieses Projekts.

Genau darin liegt die besondere Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit: Individuelle Zeit, Wissen und Erfahrung werden in einen gemeinsamen Nutzen für die Gesellschaft verwandelt.

Ende des Schuljahres – und die Bilanz einer wertvollen Erfahrung

Mit dem 30. Juli 2026 endete die Bildungsarbeit des Schuljahres 2025/2026.

Dieser Zeitpunkt bot zugleich die Möglichkeit, auf die vergangenen Monate zurückzublicken und die gesammelten Erfahrungen für die zukünftige Entwicklung der Arbeit zu nutzen.

Das Projekt hat gezeigt, wie wichtig gemeinnützige Bildungsangebote sind, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingehen und ihnen zusätzlich zum regulären Schulunterricht Unterstützung bieten.

Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig die weitere Entwicklung der Programme, die Gewinnung zusätzlicher ehrenamtlicher Lehrkräfte, eine kontinuierliche Lernstandserhebung und eine enge Zusammenarbeit mit den Familien sind.

Die Bilanz eines Jahres des Engagements

Was in diesem Zeitraum erreicht wurde, war nicht das Ergebnis der Arbeit einer einzelnen Person, sondern das Resultat des Zusammenspiels von:

Bildungs- und Erziehungsbüro, ehrenamtlichen Lehrerinnen und Lehrern, Familien, Schülerinnen und Schülern sowie denjenigen, die zur Bereitstellung geeigneter Rahmenbedingungen beigetragen haben.

Insgesamt betrug die Gesamtzahl der in den verschiedenen Programmen registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer 72 Schülerinnen und Schüler. Diese nahmen je nach Alter, Schulstufe und individuellem Bedarf an unterschiedlichen Programmen teil. Dabei ist zu berücksichtigen, dass einzelne Schülerinnen und Schüler möglicherweise an mehreren Angeboten teilgenommen haben.

Hinter dieser Zahl stehen nicht einfach 72 Namen oder Teilnehmerplätze, sondern unterschiedliche Kinder und Jugendliche mit eigenen Bedürfnissen, Herausforderungen, Hoffnungen und Zielen.

Das Bildungs- und Erziehungsbüro wollte einen Beitrag dazu leisten, sie auf ihrem Weg zu unterstützen.

Bildung ist eine Investition in den Menschen

Die Nationale Syrische Gesellschaft in Österreich ist davon überzeugt, dass Bildung und Erziehung eine Investition in den Menschen darstellen.

Bildung vermittelt nicht nur Wissen. Sie trägt auch zur Persönlichkeitsentwicklung, zur Stärkung des Selbstvertrauens, zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur Entwicklung neuer Möglichkeiten bei.

Kinder und Jugendliche aus der syrischen Gemeinschaft in Österreich sollen gute Bildungschancen erhalten, ihre Deutschkenntnisse weiterentwickeln und gleichzeitig ihre arabische Sprache und kulturelle Identität bewahren können.

Sie sollen mit Selbstvertrauen aufwachsen und die Möglichkeit erhalten, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Aus diesem Verständnis heraus verfolgt das Bildungs- und Erziehungsbüro einen Ansatz, der miteinander verbindet:

Bildung, schulische Unterstützung, Sprachförderung, Begleitung und Stärkung des Selbstvertrauens.

Von einem Schuljahr zu einer nachhaltigen Perspektive

Mit dem Ende des Schuljahres betrachtet die Gesellschaft diese Erfahrung nicht als Abschluss, sondern als Grundlage für die weitere Entwicklung.

Das vergangene Schuljahr hat wertvolle praktische Erfahrungen bei der Organisation von Bildungsprogrammen, der Gewinnung ehrenamtlicher Lehrkräfte, dem Umgang mit unterschiedlichen Lernniveaus, der Zusammenarbeit mit Familien und der Ermittlung konkreter Bildungsbedürfnisse gebracht.

Auch das Programm zur schulischen Unterstützung und Prüfungsvorbereitung hat gezeigt, wie wichtig flexible Angebote sind, die Schülerinnen und Schüler gerade in besonders anspruchsvollen Phasen gezielt begleiten.

Die Nationale Syrische Gesellschaft in Österreich möchte deshalb ihre Bildungsarbeit weiterentwickeln, vielfältige und nachhaltige Programme anbieten und möglichst viele Kinder, Jugendliche und Familien erreichen.

Ein abschließendes Wort

Am Ende eines gesamten Schuljahres ist die Geschichte des Bildungs- und Erziehungsbüros der Nationalen Syrischen Gesellschaft in Österreich nicht einfach die Geschichte von Klassen, Unterrichtsstunden und Schulfächern.

Es ist die Geschichte von Lehrerinnen und Lehrern, die ihre Zeit und ihr Wissen zur Verfügung gestellt haben, von Familien, die Vertrauen geschenkt haben, von Schülerinnen und Schülern, die gelernt, sich bemüht und Fortschritte gemacht haben, und von einer zivilgesellschaftlichen Organisation, die vorhandene Möglichkeiten in konkrete Arbeit für die Gemeinschaft verwandelt hat.

Von der ehrenamtlichen Kampagne am 27. November 2025, über den Beginn des Unterrichts am 29. und 30. November 2025, die kontinuierliche Bildungsarbeit und schulische Begleitung bis hin zum Programm zur Prüfungsvorbereitung und dem Abschluss des Schuljahres am 30. Juli 2026 erstreckte sich eine Reise voller Engagement, Erfahrungen und gemeinsamer Arbeit.

Insgesamt nahmen 72 Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Programmen teil, wobei einzelne Schülerinnen und Schüler an mehreren Angeboten beteiligt gewesen sein können.

Das Schuljahr ist zu Ende – die Aufgabe bleibt bestehen.

Denn in jedem Kind liegt eine Chance, in jedem Schüler ein Wunsch nach Entwicklung und in jeder ehrenamtlich geleisteten Unterrichtsstunde die Möglichkeit, einen positiven Beitrag zu leisten.

Die Nationale Syrische Gesellschaft in Österreich
Bildungs- und Erziehungsbüro

Denn Bildung und Erziehung sind nicht nur Unterricht – sie bedeuten, Menschen zu stärken und Zukunft zu gestalten.